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Apostel Lindemann überrascht die Kasseler Jugend im Jugendgottesdienst

Für Sonntag, 13. Juli 2008 ist in Kassel-West ein Jugendgottesdienst mit unserem Bezirksältesten Volker Lerch angesetzt. Trotz Ferienzeit ist die Kirche gut gefüllt.

Es ist kurz vor 10 Uhr als überraschend unser Apostel vorfährt und die wenigen Jugendlichen vor der Türe begrüßt, während im Kirchenschiff der Jugendchor singt. Während des Eingangsliedes „Gott, deine Güte reicht so weit“ (GB169) stockte eine wenig die Intensität des Gesangs, als die jugendliche Gemeinde unseren Apostel zum Altar schreiten sieht; es kullert auch die eine oder andere Freudenträne über die Wange.

Unser Apostel dient mit dem Wort aus 2. Korinther 12, Vers: „Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“

Der Grund für das gewählte Textwort liegt im Beschäftigen mit dem Jugendtags-Gottesdienst unseres Stammapostels. Unseren Apostel hat der Satz „Ihr habt die Kraft“ beschäftigt und dies wolle er noch einmal mit uns besprechen.

Unser Apostel schließt uns das Wort auf, indem er uns den Hintergrund erklärt. Paulus hatte einen Pfahl im Fleisch (eine dauerhafte Krankheit) und hatte deshalb dreimal zum Herrn gefleht, dass er weggenommen werde. Die Antwort Gottes lautete: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.

Ein paar Verse weiter wird dann erklärt, was mit den Schwachen gemeint ist: „Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi Willen, denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark.“ In schwierigen Zeiten dürfen wir uns der Stärke Gottes bewusst sein.

Durch Kraft wird im physikalischen Sinne etwas verformt und bewegt. Wenn etwas in Bewegung ist benötigt man nur eine kleine Kraft, ist es zum Stillstand gekommen ist eine größere Kraft notwendig.
Um Kraft zu bekommen, gilt es die richtige Kraftquelle anzuzapfen. Kraft erhalten wir...

... aus dem Wort Gottes.

... aus der Gemeinschaft.

... aus dem Gebet.

... aus der Freisprache

... aus dem Heiligen Abendmahl

... durch den Heiligen Geist

Eins wollte unser Apostel wieder einmal in die Mitte rücken, dass man sich mit seinen Sorgen und Problemen an die Amtsträger wendet. Früher hat man die Amtsträger/ Segensträger gefragt, wie man sich entscheiden soll, z.B. bei der Wahl Studium oder Ausbildung. Manche Entscheidung hat man nicht verstanden, doch wenn man heute fragt, ob es die richtige Entscheidung war, wird oft festgestellt, dass auf der Entscheidung der Segen gelegen hat. Daraus folgte die Bitte: reden wir mit unseren Vorangängern, beten wir mit ihnen um die richtige Entscheidung. Das ist eine große Kraft, die zum Segen dient.

Unser Apostel gewährte einen Blick in die Missionsgebiete: dort kommen Geschwister auf ihn zu und bitten ihn um eine Entscheidung: „Was soll ich tun“ – das sind wahre Lebensfragen. Er „kennt“ die Geschwister und ihre Lebenssituationen in der Regel nicht, aber der Heilige Geist gibt die rechte Antwort, weil die Geschwister sich an das Apostelamt gewandt haben.

Wir wollen die Kräfte dazu nutzen,
... unseren Glauben zu bekennen, denn „wer mich bekennt vor den Menschen, den werde ich bekennen vor meinem Vater“ hat der Sohn Gottes gesagt. Wie oft kommt man in einem Bewerbungsgespräch auf die Religion zu sprechen – sagen wir doch: ich bin neuapostolisch!
... der Versuchung zu widerstehen. Gerade in der Jugendzeit gibt es viele Versuchungen; Sünde in die man hineinrutschen kann. Wir wollen die Kraft nutzen, dem zu widerstehen.

Unser Bezirksälteste Lerch berichtet im Mitdienen, dass er jetzt ein wichtiges Gespräch mit einem hohen Beamten zu führen hatte. Er wusste nicht genau, wie man dieses Gespräch beginnen sollte. Nach der Begrüßung fragte dieser Beamte, ob er denn die Stadt kenne und er antwortet: „Ja, von der Kirche her“. Und schon war man im Gespräch ... Man stellte fest, dass beide kirchlich aktiv seien – der Beamte in der kath. Kirche – und so wurde dann auch kundgetan: „Wir beiden mit unserem religiösen backround ...“ Das wird anerkannt, es wird respektiert.

In Anschluss daran erwähnte unser Apostel noch eine Begebenheit. Er war gestern mit seiner Frau einkaufen und hat seinen ehemaligen Klassenlehrer – er hat ihn nicht ganz so sehr gemocht – getroffen. Er hatte ihn sofort erkannt und dann gefragt, was er denn heute so mache. Er berichtete, dass er seinen Beruf gewechselt habe und nun im Dienst der Kirche arbeitet, wo er früher ehrenamtlich tätig war. „Ach, in der Neuapostolischen Kirche!“ Das wusste er noch ganz genau, denn bei jeder Klassenfahrt haben sie ihn gefragt, ob es die Möglichkeit gäbe in die Kirche zu gehen. Das hatte wohl einen bleibenden Eindruck bei diesem Mann hinterlassen.

Zum Schluss stellte unser Apostel das Heiligen Abendmahl in den Mittelpunkt und fragte uns, ob es uns auch so gehe, dass wir dem Herrn Jesu ganz nahe sein wollen. Er wünschte uns, dass wir die Nähe erleben und spüren könnten.

Besonders schön war auch, dass der Apostel und die beiden Bezirksämter gemeinsam allen das Heiligen Abendmahl austeilten.

Nach dem Schlusslied der Sänger verabschiedete sich der Apostel von allen, während das Jugendorchester das eine oder andere schöne Lied zum Vortrag brachte. Neben den beiden Bezirksämtern reihten sich auch die beiden Geburtstagskinder Sven Gundelach (Oberweser) und Evangelist Gerd Kisselbach (Baunatal) vor dem Altar zum Verabschieden ein.

Dieser Überraschungsbesuch wird sicherlich allen lange in Erinnerung bleiben. Unserem Apostel gilt ein besonderes DANKESCHÖN.

Bericht von Natascha & Marco Wagner

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